Kinder brauchen regelmäßig neue Kleidung. Manchmal ist die Hose plötzlich zu kurz, manchmal steht ein Jahreszeitenwechsel bevor und gelegentlich fehlt morgens genau das Kleidungsstück, von dem man überzeugt war, noch mehrere passende Exemplare im Schrank zu haben.
Entsprechend schnell kann beim Einkaufen eine beachtliche Menge zusammenkommen. Dabei muss ein gut ausgestatteter Kleiderschrank nicht zwangsläufig besonders groß sein. Wer vor dem Einkauf kurz plant, vorhandene Kleidung berücksichtigt und auf Kombinationsmöglichkeiten achtet, kann gezielter auswählen.
Gerade bei Kinderkleidung lohnt es sich deshalb, nicht nur einzelne schöne Teile zu betrachten, sondern die gesamte Garderobe im Blick zu behalten.
Vor dem Einkauf erst einmal den Schrank prüfen
Die einfachste Möglichkeit, unnötige Käufe zu vermeiden, beginnt zu Hause.
Bevor neue Kleidung bestellt oder beim Shopping mitgenommen wird, sollte zunächst geprüft werden, was bereits vorhanden ist und noch passt. Besonders bei Kindern können sich Größen innerhalb des Kleiderschranks schnell vermischen.
Am besten wird die Kleidung in drei Gruppen eingeteilt:
- passt aktuell,
- wird wahrscheinlich bald zu klein,
- passt nicht mehr.
Anschließend lässt sich wesentlich besser erkennen, was wirklich fehlt.
Vielleicht sind genügend T-Shirts vorhanden, aber kaum passende Hosen. Oder es gibt mehrere Pullover, während eine Jacke für die kommende Jahreszeit fehlt.
Mit einer kurzen Einkaufsliste wird aus einem spontanen Shoppingtrip ein deutlich gezielterer Einkauf.
Nicht jedes Kleidungsstück muss ein komplettes Outfit sein
Im Geschäft oder Onlineshop wird Kleidung häufig als fertiger Look präsentiert. Das kann inspirieren, bedeutet aber nicht, dass zu jedem Oberteil eine neue Hose und zu jeder Hose ein neues Oberteil gekauft werden muss.
Praktischer ist eine Garderobe, deren einzelne Teile miteinander kombiniert werden können.
Ein schlichtes Sweatshirt kann beispielsweise mit Jeans, Jogginghose oder Leggings getragen werden. Eine Jeans wiederum funktioniert mit T-Shirt, Pullover, Hemd oder Strickjacke.
Auf diese Weise entstehen aus wenigen Teilen viele verschiedene Kombinationen.
Das heißt keineswegs, dass Kinder nur neutrale Farben tragen sollen. Auffällige Prints, kräftige Farben oder besondere Motive lassen sich problemlos integrieren. Hilfreich ist lediglich, einige einfach kombinierbare Kleidungsstücke als Grundlage im Schrank zu haben.
Basics zuerst, besondere Teile danach
Basics fallen beim Shopping oft weniger auf als ein Kleid mit Muster oder ein Sweatshirt mit großem Print. Im Alltag sind es jedoch häufig gerade die einfachen Kleidungsstücke, die besonders oft gebraucht werden.
Zur Basis können je nach Alter beispielsweise gehören:
- T-Shirts,
- Langarmshirts,
- Sweatshirts,
- Hosen,
- Jeans,
- Leggings,
- Unterwäsche,
- Socken,
- Nachtwäsche.
Welche Mengen sinnvoll sind, hängt stark vom Alltag der Familie ab.
Ein Kind im Kindergarten benötigt möglicherweise häufiger Wechselkleidung als ein älteres Schulkind. Auch die Frage, wie oft zu Hause gewaschen wird, spielt eine Rolle.
Statt sich an einer allgemeinen Stückzahl zu orientieren, ist es deshalb sinnvoller, den Bedarf einer normalen Woche zu betrachten.
Kleidung für mehrere Kombinationen auswählen
Ein einfacher Trick beim Einkaufen lautet: Vor dem Kauf überlegen, mit welchen bereits vorhandenen Teilen das neue Kleidungsstück getragen werden könnte.
Fallen spontan zwei oder drei Kombinationen ein, lässt sich das neue Teil vermutlich gut in die Garderobe integrieren.
Ist dagegen eine zusätzliche Hose, ein bestimmtes Paar Schuhe und vielleicht sogar noch eine passende Jacke erforderlich, damit das neue Oberteil funktioniert, zieht ein einzelner Kauf schnell mehrere weitere nach sich.
Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Gerade bei Kleidung für besondere Anlässe kann ein kompletter Look gewünscht sein.
Für alltägliche Kleidung ist eine flexible Kombination jedoch häufig praktischer.
Saisonwechsel rechtzeitig einplanen
Frühling, Sommer, Herbst und Winter stellen unterschiedliche Anforderungen an den Kleiderschrank. Trotzdem muss nicht bei jedem Wetterwechsel die gesamte Garderobe ersetzt werden.
Viele Kleidungsstücke lassen sich über mehrere Jahreszeiten hinweg einsetzen.
Ein T-Shirt wird im Sommer allein getragen und kann bei niedrigeren Temperaturen unter einem Sweatshirt oder einer Strickjacke zum Einsatz kommen. Langarmshirts funktionieren ebenfalls gut als Teil eines Lagenlooks.
Vor einem Saisonwechsel lohnt es sich deshalb, zunächst zu prüfen, welche Teile weiterhin genutzt werden können.
Erst danach sollte entschieden werden, welche Ergänzungen tatsächlich notwendig sind. Häufig fehlen nur einzelne Kategorien wie Jacken, Shorts oder wärmere Oberteile.
Beim Kauf größerer Größen nicht zu weit vorausplanen
Sonderangebote können dazu verleiten, Kinderkleidung bereits mehrere Größen im Voraus zu kaufen.
Das kann funktionieren, ist aber nicht immer leicht zu planen.
Niemand kann exakt vorhersagen, wann ein Kind die nächste Größe benötigt. Hinzu kommt die Jahreszeit. Eine dicke Winterjacke in einer deutlich größeren Größe bringt wenig, wenn sie schließlich erst im Frühjahr richtig passt.
Wer Kleidung auf Vorrat kauft, kann deshalb eher bei Artikeln zugreifen, die nicht stark von einer bestimmten Jahreszeit abhängig sind.
Bei saisonalen Teilen ist etwas mehr Zurückhaltung sinnvoll.
Sale gezielt statt spontan nutzen
Reduzierte Preise sind attraktiv – allerdings nur dann, wenn das gekaufte Kleidungsstück tatsächlich benötigt wird.
Ein Pullover, der wegen des Rabatts gekauft wird und anschließend kaum getragen wird, war trotz des günstigeren Preises kein besonders hilfreicher Einkauf.
Deshalb gilt auch beim Sale: zuerst Bedarf feststellen, dann nach passenden Angeboten suchen.
Wer ohnehin neue Jeans oder Shirts benötigt, kann gezielt prüfen, ob die entsprechende Kategorie reduziert angeboten wird. So bestimmt nicht der Rabatt, was gekauft wird, sondern die Einkaufsliste.
Das ist ein kleiner Unterschied, der beim regelmäßigen Einkauf von Kinderkleidung durchaus relevant werden kann.
Online mehrere Kategorien gleichzeitig vergleichen
Beim Online-Shopping lässt sich die Garderobenplanung besonders einfach mit der Einkaufsliste verbinden.
Fehlen beispielsweise zwei Hosen, mehrere Oberteile und eine Jacke, können die entsprechenden Kategorien direkt nacheinander geprüft werden.
Bei NAME IT findet sich beispielsweise Kinderbekleidung für verschiedene Altersstufen von Baby über Mini und Kids bis hin zu Teen. Im deutschen Onlineshop lassen sich unter anderem Oberteile, Jeans, Hosen, Sweatshirts, Strick, Kleider, Outdoor-Bekleidung und Basics nach Kategorien aufrufen.
Das ist vor allem dann praktisch, wenn mehrere Lücken im Kleiderschrank gleichzeitig geschlossen werden sollen. Statt nur ein einzelnes Kleidungsstück zu betrachten, kann direkt geprüft werden, welche Teile miteinander kombiniert werden könnten.
Die Meinung des Kindes berücksichtigen
Mit zunehmendem Alter entwickeln Kinder meistens ziemlich klare Vorstellungen davon, was sie gerne tragen möchten.
Eine Farbe kann plötzlich besonders beliebt sein, während ein anderes Kleidungsstück trotz guter Absichten der Eltern konsequent im Schrank bleibt.
Deshalb kann es sinnvoll sein, Kinder in die Auswahl einzubeziehen.
Eltern können beispielsweise bestimmen, welche Art von Kleidung benötigt wird, während das Kind zwischen mehreren Farben, Prints oder Schnitten wählen darf.
So bleibt der Einkauf zielgerichtet, während das Kind trotzdem Einfluss auf die eigene Garderobe bekommt.
Das kann besonders bei alltäglichen Kleidungsstücken sinnvoll sein, die regelmäßig getragen werden sollen.
Anlasskleidung vielseitig auswählen
Neben Kleidung für Schule, Kindergarten und Freizeit gibt es auch Geburtstage, Familienfeiern oder andere besondere Anlässe.
Dafür muss jedoch nicht unbedingt eine separate Garderobe entstehen.
Ein Hemd kann beispielsweise für einen festlicheren Anlass mit einer passenden Hose kombiniert und später mit Jeans deutlich lockerer getragen werden. Eine Strickjacke kann sowohl einen besonderen Look ergänzen als auch Bestandteil der normalen Alltagsgarderobe sein.
Bei solchen Käufen lohnt sich daher ebenfalls die Frage: Kann dieses Kleidungsstück später noch anders eingesetzt werden?
Je vielseitiger ein Teil kombiniert werden kann, desto einfacher lässt es sich in den bestehenden Kleiderschrank integrieren.
Qualität nicht allein am Preis festmachen
Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch, dass ein Kleidungsstück für den eigenen Bedarf die bessere Wahl ist. Umgekehrt sollte auch ein besonders günstiger Preis nicht das einzige Kaufargument sein.
Wichtiger sind die konkreten Anforderungen.
Wie wird das Kleidungsstück genutzt? Passt es zur vorhandenen Garderobe? Stimmt die Größe? Sind Schnitt und Verschlüsse für das Alter des Kindes praktisch?
Auch Pflegehinweise können vor dem Kauf einen Blick wert sein. Gerade Kleidung, die regelmäßig getragen wird, sollte zum normalen Familienalltag passen.
Der Preis ist damit ein Faktor unter mehreren – nicht das einzige Kriterium.
Regelmäßig aussortieren statt komplett neu einkaufen
Eine Kinderkleidungsgarderobe verändert sich laufend. Deshalb muss sie auch nicht in einem einzigen großen Einkauf fertiggestellt werden.
Ein regelmäßiger kurzer Check ist häufig einfacher.
Alle paar Monate kann geprüft werden, welche Teile noch passen, was bald ersetzt werden muss und welche Kategorien bereits ausreichend vorhanden sind.
So entsteht eine Art laufende Einkaufsliste.
Wenn anschließend ein Sale beginnt oder ein Shoppingtrip geplant ist, steht bereits fest, wonach tatsächlich gesucht werden soll.
Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass die zehnte neue Bluse gekauft wird, obwohl eigentlich dringend eine passende Übergangsjacke fehlt.
Clever einkaufen heißt vor allem: geplant einkaufen
Beim Kauf von Kinderkleidung geht es nicht darum, möglichst wenig oder möglichst viel zu besitzen.
Entscheidend ist, dass die Garderobe zum Alltag des Kindes passt.
Wer vor dem Shopping den Kleiderschrank prüft, eine Liste erstellt und beim Kauf auf Kombinationsmöglichkeiten achtet, kann deutlich gezielter auswählen. Basics bilden dabei eine flexible Grundlage, während Farben, Prints und besondere Kleidungsstücke für Abwechslung sorgen.
Angebote und Sale-Aktionen können anschließend genutzt werden, um ohnehin benötigte Kleidung günstiger zu finden – statt zusätzliche Käufe erst durch einen Rabatt entstehen zu lassen.
So bleibt der Kleiderschrank übersichtlicher und der nächste Einkauf beginnt nicht mit der Frage „Was könnten wir noch kaufen?“, sondern mit der wesentlich sinnvolleren Frage: „Was fehlt eigentlich wirklich?“


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