Im Outlet-Center erworbene Waren sind meist besonders günstig. Ob spezielle Angebote ausreichend Aufmerksamkeit erhalten, hängt nicht nur vom Preis, sondern vor allem von der Gestaltung und der richtigen Nutzung der Verkaufsfläche ab.
Effiziente Flächennutzung durch gezielte Waren-Platzierung
Neben der Größe der Verkaufsfläche spielt insbesondere die Flächennutzung eine wesentliche Rolle bei der Eröffnung und dem erfolgreichen Betreiben eines Outlet-Centers. Dabei kommt es weniger auf die vorhandenen Quadratmeter, sondern vielmehr auf eine durchdachte Raumplanung an.
Auch flächenmäßig kleine Läden haben unterschiedliche Möglichkeiten, die verfügbare Verkaufsfläche optimal zu nutzen. Mit der Gestaltung verschiedener Zonen verbunden mit gezielter Platzierung der Produkte lässt sich mehr Aufmerksamkeit und eine höhere Verweildauer erzielen. Räumlich voneinander getrennte Bereiche innerhalb eines Ladengeschäfts werden als „Shop-in-Shop“ bezeichnet. Das Konzept basiert auf visueller und räumlicher Abgrenzung und dient der Hervorhebung der Markenidentität. Die Warenpräsentation orientiert sich an der Markenwelt des Anbieters.
Modulare Systeme sind praktisch überall einsetzbar und können bei Bedarf an neue Geschäftsideen und Strukturen angepasst werden. Das Hauptziel der Shop-in-Shop-Strategie besteht in der Steigerung der Markenpräsenz und der besseren Nutzung jedes Quadratmeters Verkaufsfläche. Angesichts der hohen Mietkosten pro Quadratmeter im Einzelhandel wirkt sich eine höhere Flächenproduktivität direkt positiv auf die Gesamtkosten aus.
Je nach Bedarf können mehrere modular aufgebaute Einzelmöbel zu einem Shop-in-Shop-System kombiniert werden. Während Produkteinführungen, limitierte Auflagen oder Saisonartikel mithilfe von Bodendisplays anschaulich präsentiert werden, sorgen Informationsstelen für eine bessere Orientierung im Store.
Was gehört zur Verkaufsfläche?
Eine Verkaufsfläche besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen die Warenausstellungsflächen ebenso wie Laufwege und Gänge zwischen den einzelnen Produkten. Von besonderer Wichtigkeit ist der Eingangsbereich, da dieser den Blick in den Verkaufsraum ermöglicht und somit einen ersten Eindruck vom Shop vermittelt. Die verfügbare Ladenfläche bietet Raum für unterschiedlichste Produktpräsentationen sowie einen Kassenbereich. In Bekleidungs-Outlets muss zudem ausreichend Platz für Umkleidekabinen eingeplant werden.
In jedem Geschäft sind zusätzlich zur Verkaufsfläche weitere Zonen vorhanden, die nicht dem Verkauf dienen und für Kunden nicht zugänglich sind. Dabei handelt es sich um Aufzüge, Treppen, technische Räume oder Personalbereiche. Diese Räumlichkeiten bezeichnet man als Nebennutzflächen. Auch Schaufenster gehören nicht zur klassischen Verkaufsfläche, allerdings sind Ladenfenster mit ihrer stilvoll arrangierten Warenpräsentation das Aushängeschild des Unternehmens.
Der erste Eindruck beeinflusst die Kaufentscheidung
Beim Betreten eines Geschäfts gilt der Blick vor allem dem Design und der Ausstattung. Kunden, die sich wohlfühlen, bleiben länger in einem Outlet-Store. Die sorgfältig durchdachte Gestaltung der Verkaufsfläche kann die Verweildauer und das Interesse am Warenangebot deutlich erhöhen. Unnötige Leerflächen sind zu vermeiden, da diese langweilig wirken.
Beim Shoppen zählt der erste Eindruck. Wer einen individuellen Look kreieren möchte, achtet auf die Präsentation von Kleidungsstücken und Accessoires. Da die Gestaltung der Verkaufsfläche die Kaufentscheidung wesentlich beeinflusst, sollte auf jedes Detail geachtet werden. Eine überladene Fläche wirkt optisch erdrückend. Wenn der Fokuspunkt fehlt, entsteht beim Kunden der Eindruck, dass zu eng nebeneinander stehende Objekte weniger hochwertig sind.
Unordnung und Enge führen dazu, dass auch interessante Offerten übersehen werden. Klar gegliederte Bereiche hingegen punkten mit Übersichtlichkeit. Eine harmonische Atmosphäre wird als Einladung empfunden, das Warenangebot genauer zu betrachten und die Unterstützung des Verkaufspersonals in Anspruch zu nehmen.
Wer seine Verkaufsfläche als Gestaltungsinstrument begreift, statt sie nur zu füllen, schafft Orientierung und ein stimmiges Einkaufserlebnis. Davon profitieren Verweildauer, Markenwahrnehmung und letztlich der Umsatz.

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